Meine Philosophie

Wie ist deine Beziehung zur Natur?

Die Natur ist mein Heilmittel, ich brauche sie, bewundere ihre Schönheit, Formen und Farben, das Blühen und Verwelken, die Vielfalt und den Duft. Ich liebe das Arbeiten in der weichen Erde, beobachte das Gedeihen und Sterben der Pflanzen. Ohne Blumen, Wiesen und Bäume in der Nähe zu wissen, kann ich mir mein Leben nicht vorstellen.

Architektur und Kunst ist schon immer von der Natur beeinflusst worden. Ich lasse mich von ihr inspirieren und bringe neue Ideen an meinen Arbeitstisch. Und was wäre eine Stadt ohne Grün, Parks, wo der Mensch sich erholen und atmen kann?

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Hermann und Eva. Mit meinem beliebten Nonno.

Wer ist Eva Hesse ohne das Familienerbe?

Es ist schwer meine berühmte Familie nicht zu erwähnen, vor allem da zwei Generationen schon künstlerisch tätig waren. So bin ich zwischen Bildern, Buechern, Farben und Materialien und Besuchern aus aller Welt (einem Haus ohne Türen) gross geworden, Kunst gehörte zum Alltag.

Einen Beruf zu wählen, war für mich schwierig. Ich liebe Tiere, mag Singen und Tanzen, lese viel, doch als aktive Kinogängerin entschliesse ich mich zu einer Lehre als Cutterin. Als ich mich verheirate und zuhause bleiben muss, wird die Malerei zu meinem liebsten Zeitvertreib.

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Eva Hesse mit vierbienigen Freunden. Zuhause in Italien.

Was ich von meinem Grossvater “ geerbt “ habe?

Erst seit ich mich oft mit seinen Texten, Meinungen, seinen Erfahrungen beim Reisen, Beobachten der Natur auseinander setze, merke ich wie viel uns verbindet. Auch politisch und sozial bin ich engagiert und stelle immer wieder fest wie „Nonno“ (so nannten wir ihn) schon früh die Welt und ihre Veränderungen sah, sich Gedanken um die Zukunft machte.

Dazu war er ein eifriger Gärtner, (ich schenkte ihm zu jedem Geburtstag einen gemalten Blumenstrauss), und Zinien waren seine Lieblinge, die auch in meinem Garten nicht fehlen dürfen.

Noch eine geteilte Liebe: Katzen, das Stolze und Sinnliche, die eleganten Bewegungen, ihr Schnurren sind mir genauso unentbehrlich.

In Sri Lanka ging ich seinen Spuren nach, die indische Kultur, der Buddhismus und die Schönheit der Menschen faszinierten ihn und auch mich. Darum, glaube ich, spüren die Zuhörer bei meinen Lesungen mein Eintauchen in diese Texte, es ist wie wenn mein Grossvater mir beistehen und sich mit mir freuen würde.